Was ist ein Barcamp?

Ein Barcamp ist ein offenes Veranstaltungsformat, bei dem die Teilnehmenden das Programm gemeinsam vor Ort gestalten. Anders als bei klassischen Konferenzen gibt es keine vorab festgelegten Vorträge – stattdessen entwickeln alle Beteiligten die Inhalte selbst. Das Format basiert auf der Idee, dass wertvolles Wissen durch gemeinsames Lernen und Austausch entsteht.

Wie funktioniert ein Barcamp?

Alle agieren gleichzeitig als Lernende und Lehrende. Zu Beginn treffen sich alle zur gemeinsamen Sessionplanung. Hier können Teilnehmende Themenvorschläge einbringen – sei es, um Erfahrungen zu teilen, Fragen zu diskutieren oder Projekte vorzustellen. Gemeinsam wird dann entschieden, wann und wo welche Themen besprochen werden.

Organisationsprinzipien:

  • Sessionformat: Die Arbeitseinheiten dauern etwa 45 Minuten und bieten Raum für Vorträge, Diskussionen oder praktische Workshops.
  • Duzen als Standard: Alle sprechen sich mit "Du" an, um eine Atmosphäre der Augenhöhe zu schaffen und Hierarchien abzubauen.
  • Wechseln ist erwünscht: Das "Gesetz der zwei Füße" erlaubt es, Sessions zu verlassen und zu anderen zu wechseln, wenn man dort mehr lernen kann.
  • Geteilte Verantwortung: Wer eine Session vorschlägt, achtet darauf, dass verschiedene Stimmen gehört werden und das Gespräch produktiv bleibt.
  • Dokumentation: Wichtige Erkenntnisse werden festgehalten, damit alle davon profitieren können – auch nach der Veranstaltung.

Barcamp-Regeln

  1. Du redest über das Barcamp – Teile deine Erfahrungen mit anderen, online und offline.

  2. Wenn du etwas beitragen willst, mach eine Session – Jede Idee, jede Frage ist wertvoll.

  3. Keine Zuschauende, nur Teilnehmende – Alle sind aktiv beteiligt.

  4. So viele Sessions wie nötig laufen gleichzeitig – Vielfalt der Themen hat Vorrang.

  5. Hab Spaß! – Freude am Lernen und Austausch steht im Mittelpunkt.

Für wen ist ein Barcamp geeignet?

Das Format trägt Themen bewusst in die Breite und spricht unterschiedliche Gruppen an:

  • Interessierte Bürger*innen
  • Kommunalpolitiker*innen
  • Verwaltungsmitarbeiter*innen
  • Wissenschaftler*innen
  • Unternehmer*innen
  • Mitglieder von Open Knowledge Labs und digital Engagierte
  • Datenjournalist*innen
  • Lehrende, Studierende und Schüler*innen
  • Alle, die sich für Beteiligung, Engagement und Transparenz in Kommunen interessieren

Wichtig: Du musst keine Expertin oder Experte sein, um teilzunehmen oder eine Session anzubieten. Gerade Neulinge mit Interesse an Austausch und gemeinsamen Lernen sind herzlich willkommen! Auch Fragen stellen oder persönliche Erfahrungen teilen ist wertvoll und trägt zum Gelingen bei.