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Zivilgesellschaft fordert Open Government

Als Teil des Netzwerks der Open Government Partnership Deutschland haben wir heute einen Forderungskatalog aus der Zivilgesellschaft an die künftige Bundesregierung formuliert und mitgezeichnet.

Hier heißt es:

Digitalisierung ist eines der zentralen Themen der neuen Bundesregierung. Doch diese darf nicht zum Selbstzweck werden. Mit Transparenz, der Einbeziehung der im Digitalisierungsdiskurs aktiven Zivilgesellschaft und einer modernen Verwaltung kann Politik besser auf lokale, nationale und globale Herausforderungen reagieren. Politik benötigt in unserer komplexen Gegenwart die Ideen und das persönliche Engagement der Menschen, wenn sie nicht nur verwalten, sondern auch aktiv gestalten will. Eine offene und durch digitale Werkzeuge unterstützte Regierungsweise ist daher nicht nur eine zentrale Voraussetzung für Teilhabe, sondern auch eine natürliche Barriere gegen politischen Extremismus und nationale Alleingänge.

Mit der Teilnahme an der Open Government Partnership und der Verabschiedung des ersten nationalen Aktionsplans der Bundesregierung ist in dieser Hinsicht ein wichtiger erster Schritt gegangen worden. Jetzt gilt es den nationalen Aktionsplan umzusetzen und mit dem zweiten Aktionsplan ambitionierte Reformen anzustreben.

Dabei ist die Einbindung der Bundesländer und der Kommunen in den OGP-Prozess von kritischer Bedeutung, da diese im ständigen Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern stehen. Um ein klares Zeichen für offenes Regierungs- und Verwaltungshandeln zu setzen, sollte sich Deutschland im Steering Committee der OGP engagieren.

An die künftige Bundesregierung richten wir ferner diese konkreten Forderungen:

  • Transparenz vorantreiben
  • Im Digitalisierungsdiskurs aktive Zivilgesellschaft fördern
  • Offener / freier Zugang zu öffentlich finanzierter Software
  • Digitalisierung der Verwaltung voranbringen

Die VIER FORDERUNGEN im Detail finden sich auf der Website von OGP Arbeitskreis Deutschland

 

 

Kommunen und Open Government

Open Government geht alle an: es beinhaltet den Grundsatz des offenen Verwaltungs- und Regierungshandeln – auf allen Ebenen. Insbesondere auch in den Kommunen. Open Government leistet einen Beitrag auf dem Weg hin zu „offenen Kommunen“.

Richtig umgesetzt wird Open Government eine nachhaltige Änderung der politischen Kultur zur Folge haben. Die bisherige Kultur der politischen Beteiligung, die fast ausschließlich auf Wahltermine begrenzt war, wird sich zu einer Kooperationskultur entwickeln, die die Zusammenarbeit zwischen Politik und Gesellschaft verstetigt und intensiviert. Die Hinwendung zu Open Government bedeutet so den Abbau von Politikverdrossenheit.

Im Rahmen des Barcamps #OffeneKommunenNRW haben wir darüber diskutiert. Hier ein kurzes Statement von Michael Peters, er koordiniert das Netzwerk Open Government Partnership Deutschland für die zivilgesellschaftlichen Interessen – alle 2 Jahre wird ein Nationaler Aktionsplan Open Gov erstellt. Der nächste Plan zielt auch auf die Perspektive der Länder und Kommunen:

Wenn doch nur Daten unterm Baum lägen…

Der Leistungskatalog – eine kleine, offene Weihnachtsgeschichte von Karl-Matthias Pick

Es war einmal, kurz vor Weihnachten, irgendwo im fernen Berlin, ein kleiner Beamter im Staatsdienst.

Er hieß Ferdinand Ernst Müller, saß in einem kleinen Büro und bearbeitete dort viele viele Aktenstücke und Datensätze rund um den Bundesleistungskatalog.

Während er dort saß und seine Datensätze aktualisierte, hatte er eine Idee. Wäre es nicht ein tolles Daten-Weihnachtsgeschenk für alle OpenData-Interessierten, wenn er alle die ganzen Dienstleistungen beim govdata Portal veröffentlichen würde?

Das wäre doch gar nicht viel Aufwand, alles wäre doch schon als csv-Datei vorhanden…..

Also rief er seinen Kollegen in Hamburg an und der war sofort Feuer und Flamme. Also los mit der Mail und schon ein paar Stunden später waren alle Daten online. Nur wenig später sah Elli, eine junge Programmiererin aus Hagen den neuen Datensatz. Spontan hatte Sie eine Idee: Wäre es nicht super, wenn man bei einen Chatbot Informationen zu all ganzen Dienstleistungen erfragen könnte?

Sechs Wochen später konnte Minni die ersten Fragen beantworten und erregte ganz viel Aufmerksamkeit in der Fachwelt.

Hierdurch wurde auch Klaus aus einem großen Bundesland irgendwo im Westen der Republik auf den neuen ChatBot aufmerksam. Klaus war bei einem Ministerium beschäftigt, und wie es der Zufall wollte, dort für den Landesleistungskatalog zuständig.

Der Landesleistungskatalog griff auf den Bundesleistungskatalog zurück und reicherte diesen mit Informationen aus dem Land und den Dienstleistungen des Landes an. Klaus hatte dieselbe Idee wie Ferdinand Ernst und fand ganz schnell Unterstützung bei der für OpenData zuständigen Stelle – und so waren die Daten ganz schnell veröffentlicht.

Ende April fand Elli zufällig auch diese Daten, weil sie auf das govdata Portal „geharvestet“ wurden. Toll dachte Sie, mehr Daten, gleiches Format, da kann ich doch meine Minni noch viel interessanter machen. Nur wenig später beantwortete Minni schon ganz viele Fragen rund um Dienstleistungen aus dem großen Bundesland im Westen der Republik.

Irgendwie sprach sich das immer mehr rum, Minni war in aller Munde, durfte auf BarCamps, Messen und vielen oGov Veranstaltungen ihr Können zeigen. Schon begannen erste andere Bundesländer mit ähnlichen Überlegungen zum Leistungskatalog.

Wie es der Zufall wollte, gab es in dem besagten Bundesland eine kleine, sehr offene Kommune. Diese hatte wenig Einwohner, die allerdings über eine große Fläche verteilt waren. Der Bürgermeister, Herr Dr. Gerstenbrauer, war ebenfalls begeistert von der Idee und fand schnell die Möglichkeit, die Leistungen des Bundes und des Landes mit den örtlichen Angaben zu vervollständigen und die örtlichen Leistungen zu erfassen.

Und wie es bei einer guten Weihnachtsgeschichte der gute Geist der Vorweihnachtszeit will, konnte die Gemeindeverwaltung unserer kleinen Verwaltung in dem Bundesland im Westen der Republik die Daten im gleichen Format exportieren wie Land und Bund und in ihrem OpenData Portal veröffentlichen.

Wieder wurden die Daten „geharvestet“ von Kommune zu Land und von dort zum Bund.

Auch dieses Mal erfuhr die junge Elli hierdurch von den neuen Daten, schnell passte Sie Minni an, die fortan jede Frage zu allen Dienstleistungen der kleinen Gemeinde beantworten konnte. Minni war damit groß, ein toller Govbot der täglich mehr lernte, weil der Bund seine Dienstleistungen immer besser beschrieb und immer mehr Bundesländer und Kommunen Ihre Daten bereitstellten.

Bis auf einmal, bei einer Frage, räusperte sich Minni……. räusperte sich wieder… und noch einmal, jetzt ziemlich laut.

Ferdinand Ernst schreckte hoch und sah seinen Chef vor sich. „Entschuldigung Herr Grantel, ich muss wohl etwas weggedöst sein“, stammelte er. „Nicht schlimm“ entgegnete sein Chef, „es ist ja kurz vor Weihnachten und Sie haben sich den Feierabend verdient. Eigentlich wollte ich nur einen schönen Feierabend und ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen.“

Ferdinand Ernst bedanke sich, wünschte ebenfalls schöne Weihnachten und packte seine Aktentasche. So langsam verblasste sein Traum und hinterließ nur noch das warme Gefühl einer tollen Geschichte, an die er sich beim besten Willen nicht mehr erinnern konnte…….

Und die Moral von der Geschicht, träumen darf jeder, einfach machen, das geht leider nicht.

(Karl Matthias Pick)

 

Oder doch? (Anmerkung der Redaktion)

Allen ein frohes Weihnachtsfest und ein datengetriebenes und Open-Government-bewegtes 2018 ! 

Euer Team von Offene Kommunen NRW

Rückblick Barcamp #OKNRW 2017

Wie wird die City smart? Eine Frage, die viele Aktive bewegt. Konzepte und Papiere gibt es dazu mittlerweile wie Sand am Meer. Spannend wird es, wenn es an die konkrete Umsetzung vor Ort geht – und der Mensch im Mittelpunkt steht.

Auch im 7. Jahr tüftelte das Netzwerk Offene Kommunen.NRW mit dem Thema „Smart City“ daran, Menschen im digitalen Wandel mitzunehmen und aktiv einzubinden in diese schnelllebige Zeit. Das Netzwerk zeigt, wie es gelingt, Stadtgesellschaften mit digitaler DNA zu infizieren und Lust zu machen, diesen digitalen Wandel gemeinsam zu gestalten. Unser Hashtag war #OKNRW auf Twitter.

 

Hier ein kurzer Rückblick auf das #OKNRW-Barcamp 2017 im Schnelldurchlauf:

Link zum Video Barcamp OffeneKommunen.NRW 2017: (produziert von den jungen Filmemachern @younectit)

Link zu den Interviews mit einzelnen Teilnehmern des Barcamp 2017 OffeneKommunenNRW im Überblick und einzeln:  

Jayan Areekadan, Stabsstelle Digitalisierung, Stadt Köln.

Dr. Björn Fleischer, Geschäftsstelle Open NRW im Wirtschaftsministerium NRW.

Brigitte Lutz, Magistratsdirektion Stadt Wien, Smart City Wien.

Caspar Armster, Freie Netzwerker, OK Lab Bonn.

Michael Peters, OKF, Berlin, Netzwerk Open Government Deutschland.

Matthi Bolte, Fraktion Bündnis 90/Grüne im Landtag NRW.

Leon Kaiser, netzpolitik.org, Berlin.

Antje Eichhorn, Kreativlab, NRW.

Jörg Bartel, Gemeinde Stemwede, Modellkommunen Open Government NRW.

Christina Kampmann, SPD-Fraktion Landtag NRW.

 

Hier der Link zur Fotogalerie (im unteren Abschnitt).

Link zu den Sessions und Dokumentationen der Workshops

Samstag, 10. November 2017

Sonntag, 11. November 2017

 

Hier finden sich alle zur Verfügung gestellten Folien der Vorträge 

Link zur Einladung #OKNRW 2017 mit zahlreichen Hinweisen zum Thema „SmartCity“

Link zum Planungspad Barcamp OffeneKommunenNRW 2017

Link zur Teilnehmerliste

 

Als Partner wurden wir u.a. durch Creative NRW in Kooperation mit ecce- european centre for creative economy unterstützt. Hier findet sich der Aufruf zur Einreichung von Projekten für den Preis Creative NRW zur Ausgestaltung einer smarten City: 

Hier der Videobeitrag von Creative NRW zum Barcamp OffeneKommunenNRW.

 

Und zum Schluss noch unsere eigene Entwicklung: Wir haben als Netzwerk einen Verein gegründet: Offene Kommunen.NRW Institut

Hier der Link zur Gründung und unseren Zielen.

 

Natürlich machen wir weiter! Wir freuen uns, wenn ihr uns schon mal im Kalender vormerkt: Das #OKNRW-Barcamp 2018 findet am 10. und 11. November 2018 in wieder Wuppertal statt. Der Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Kreative bauen die smarte Stadt

Das war neu, prickelnd aufregend und bereichernd: Im Rahmen unseres Barcamps „Wie wird die City smart?“ von Offene Kommunen.NRW haben kreative Akteure gemeinsam mit engagierten BürgerInnen am 11. November innovative Lösungen für drei städtische Herausforderungen entwickelt.

Während in vielen verschiedenen Sessions über Themen wie nachhaltige Mobilität, Open Government oder Chatbots für die Verwaltung gesprochen wurde, entwickelten die von CREATIVE.NRW ins Spiel gebrachten Kreativen gemeinsam mit Interessierten Lösungen für drei konkrete Herausforderungen.

Die erste Herausforderung beinhaltete die Aufgabe, das Open-Data-Ökosystem für die breite Öffentlichkeit verständlich und attraktiv zu machen. Um eine intelligente Litfaßsäule, die als Begegnungsstätte in einem Quartier einsetzbar sein soll, ging es bei der Aufgabenstellung der Initiative „Wuppertals urbane Gärten“. Das Projektbüro Grüne Hauptstadt Essen suchte nach einer Lösung für die Weiterbelebung des Weberplatzes, der in Essen zentrale Anlaufstelle der „Grünen Hauptstadt Europas“ ist.

Eine smarte Litfaßsäule ist Gewinner der Publikumswahl. Das Projekt wird in der Umsetzung von CREATIVE.NRW begleitet und mit 4.000 Euro unterstützt. Wir begleiten den weiteren Prozess der Entstehung und berichten gern. Herzlichen Glückwunsch!

Hier der Filmbeitrag von Creative.NRW:

Wir bauen eine smARTe City II from CREATIVE.NRW on Vimeo.

 

Historie digital und interaktiv gestalten: Kerpen macht´s vor

Wir von #OffeneKommunenNRW sind stets auf der Suche nach guten Beispielen für OpenGovernment. Daher fragen wir bei denen nach, die sich bereits auf den Weg gemacht haben, u.a. als Modellkommunen für Open Government in NRW.

Das Foto zeigt eine Uhr.

Zeitlos: wenn Geschichte digital wird

Heute antwortet uns Rolf Stein aus der Kolpingstadt Kerpen, Amtsleiter Orga, EDV, Personal auf unsere drei Fragen: Weiterlesen

Digitale Anmeldung für Ferienspiele

Wir von #OffeneKommunenNRW sind immer auf der Suche nach guten Beispielen für #OpenGovernment.

Dabei stellen wir fest, dass sich viele Kommunen bereits auf den Weg gemacht haben. Etwa auch als Modellkommunen für Open Government in NRW. Dabei ist die Größe der Kommune unerheblich.

Heute zeigt uns die Gemeinde Stemwede, woran sie als Modellkommune arbeitet.

Stemwede / NRW

 

Die Antworten auf unsere drei Fragen erreichten uns von Jörg Bartel,  Fachbereichsleiter Bildung, Generationen, Zentrale Dienste in Stemwede mit rund 14.000 Einwohnern.

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Linkliste zu EU-Förderinstrumenten OpenGov / E-Gov / OpenData

Unsere OpenGovernment Community in NRW ist eingebunden in den Arbeitskreis Open Government Partnership Deutschland. Deutschland ist diesem weltweiten Bündnis im Dezember 2016 beigetreten. Wir haben dazu immer auch schon gebloggt und informiert. Gerade ist hier der 1. Nationale Aktionsplan Open Government verabschiedet worden.

In der letzten Woche hat Oliver Rack @oliverrack aus dem Arbeitskreis eine Link-Liste erstellt, die sich mit Projekt-Förderung zum Thema #OpenGovernment beschäftigt ebenso wie mit Projektförderung zum Thema E-Government und Open Data.

Es finden sich viele gute rote Fäden in dieser Liste, die für den einen oder anderen Nutzer auch in NRW hilfreich sein könnte. Weiterlesen

Bürger forschen mit – Open Government in Köln

Wir von #OffeneKommunenNRW sind immer auf der Suche nach guten Beispielen für Open Government in Kommunen. In NRW gibt es eine Reihe von Modellkommunen, die sich maßgebend auf den Weg machen, Open Government mit Leben zu füllen.

Der Kölner Weg ist ganz einzigartig – und ist ein echter Anreiz, dort gleich abzugucken – so reizvoll ist der Ansatz. Denn Köln setzt auf das Wissen der Vielen.

Das Foto zeigt den Kölner Dom.

Köln fragt Bürger

Wir haben uns mit drei Fragen erkundigt, wie das Open Government Projekt in Köln aussieht. Hier die Antwort, die wir von Jayan Areekadan @jayaree_cologne, Stadt Köln, erhielten:  Weiterlesen

Interkommnunales Politik-Transparenz-Portal

Wir sind immer auf der Suche nach guten Beispielen, wie Open Government im Alltag der Kommunen und Menschen verankert werden kann. In Frechen im KDVZ Rhein-Erft-Rur werden wir fündig. Hier gibt es eines der Modellprojekte, welches im Rahmen der Modellkommunen in NRW getestet wird.

Transparenz-Portal für Gremiendaten nach OParl-Standard

Die Kommunale Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) Rhein-Erft-Rur plant die Schaffung eines interkommunalen Politik-Transparenz-Portals sowie die Veröffentlichung der Daten über kommunale Open-Data-Portale. Hierbei soll der ehrenamtlich entwickelte Standard OParl genutzt werden. Die Veröffentlichung aller Daten soll zudem automatisiert auf dem offenen Ratsinformationssystem „Politik bei uns 2“ über eine Programmierschnittstelle, kurz API, erfolgen. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Seite des KDVZ  Weiterlesen