Einladung zu Offene Kommunen.NRW 2016 – Mehr Verkehr!

Bei der Praxis-Tagung Offene Kommunen.NRW – Mehr Verkehr! geht es am 12.-13. November 2016 in Wuppertal darum, wie man in Kommunen mit Open Government und Open Data mehr Transparenz, Beteiligung, Kooperation und Engagement erreicht. An Hand des diesjährigen Themenschwerpunkts „Verkehr“ soll unter anderem gezeigt werden, wie man mit den Werkzeugen des Open Government in Kommunen zukunftsfähige Mobilität gestalten kann.

 

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Die Deutsche, die Österreichische sowie die Schweizer Bahn haben bereits vorgemacht, wie man mit Open Data und der Einbeziehung der Community neue Serviceangebote generieren kann. Die APP-Vielfalt, die im Londoner Nahverkehr durch die Offenlegung der Nahverkehrsdaten entstand, ist wegweisend. Digitalisierung und Dekarbonisierung sind die zwei großen Entwicklungstrends, die die Verkehrsentwicklung in den Kommunen in Zukunft massiv beeinflussen. Wenn wir die künftige Mobilität in unseren Kommunen selbst gestalten wollen, anstatt sie globalen Plattformanbietern zu überlassen, ist es wichtig, sich jetzt mit den Optionen zu beschäftigen, z.B.

Was können wir von den offenen Öffis lernen?

Wie können sich MIV und ÖPNV umweltfreundlich und gemeinwohlorientiert ergänzen?

Mit welchen digitalen Tools macht Radfahren noch mehr Spaß?

Wie können Bürger, Kommunen und Verkehrsverbünde gemeinsam eine zukunftsfähige Mobilitätsplanung anstoßen?

Wer braucht Outdoor Analytics?

Wofür ist die mCLOUD des Bundesverkehrsministeriums gut?

Welche Daten gibt es auf dem Mobilitäts-Daten-Marktplatz?

Was empfiehlt das Open Transport Data Manifest?

Wer möchte am Wettbewerb Deutscher Mobilitätspreis mitmachen und eine Idee entwickeln?

Den zweiten Tag organisieren wir gemeinsam mit der Open Knowledge Foundation. An diesem Praxistag wird gemeinsam an Anwendungen für konkrete Problemlösungen vor Ort bzw. der Übertragung bereits bestehender Lösungen gearbeitet. Dabei stehen verkehrsbezogene Projekte im Fokus. An anderen, für Kommunen interessanten Themen kann an diesem Tag ebenfalls gearbeitet werden.

 

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Das Land NRW wird Ende Oktober seinen Open Government-Pakt vorstellen in dem die Zusammenarbeit zwischen dem Land und den Kommunen konkretisiert wird. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, die wir für die Entwicklung in den Städten und Gemeinden nutzen wollen. Die Bundesregierung hat beschlossen, dass Deutschland noch in der laufenden Legislaturperiode der internationalen Open Government Partnership beitreten wird. Die Zivilgesellschaft ist aufgefordert, diesen Prozess mit zu gestalten. Auch darüber wollen wir reden, ebenso wie über Bots, kommunale Open Data-Portale, Bürgerhaushaltsverfahren, kommunale Transparenzsatzungen und was die Teilnehmer sonst noch an spannenden Themen mitbringen.

Bei Offene Kommunen.NRW wollen wir zeigen, welche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt wurden und was man vor Ort wie tun kann. Darüber hinaus ermöglicht die Veranstaltung auch den Austausch über neue Ideen und Perspektiven, z. B. darüber, wie die Zusammenarbeit mit Land und intensiviert, offene Prozesse produktiv gestaltet und aus Bürgern Stadtmacher werden können. Basis dafür könnte das Open Government Manifest NRW sein, das bei der letztjährigen Tagung seinen Ausgang nahm.

 

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Die Veranstaltung findet als Barcamp statt, das heißt die Teilnehmer entwickeln zu Beginn der Tagung das Programm gemeinsam vor Ort. Jeder kann seine Ideen, Themen, Projekte, Erfahrungen und Fragen einbringen. Die Themen, die die Teilnehmer interessieren, werden auf die Agenda gesetzt.

Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger, (Kommunal)Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung, Wissenschaftler, Unternehmer, OK Labs, Datenjournalisten und alle mit Interesse an mehr Beteiligung, Engagement, Kooperation und Transparenz in Kommunen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich. Unter oknrw.de gibt es neben Informationen zur Veranstaltung auch weitere Artikel und Blogbeiträge zum Thema.

Auf dem Planungspad können bereits im Vorfeld der Veranstaltung Ideen ausgetauscht und Programmvorschläge lanciert werden. Dort findet man auch Hinweise auf den Anfahrtsweg, Hotels, Parkplätze, Sponsoringmöglichkeiten etc..

Die Teilnahme an der Veranstaltung „Offene Kommunen.NRW – Mehr Verkehr!“ ist kostenlos. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich.

Hashtag #OKNRW

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OKNRW Refugee Hackathon: Open Government at its best

Als vor einigen Wochen auf Twitter zu lesen war, dass Anke Domscheit-Berg zu einem Refugee Hackathon aufgerufen hatte, war klar, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird – anfangs natürlich nur in Berlin. Umso erfreulicher war die Initiative von Offene Kommunen.NRW dieses Jahr neben dem erfolgreichen BarCamp, das mittlerweile die Vernetzungsbörse im Bereich Open Government in NRW geworden ist, auch einen Satelliten des genannten Hackathons in Wuppertal stattfinden zu lassen.

Unbeeindruckt vom Gezänk der Politik über den Umgang mit der aktuellen Situation haben sich vom 23. -25. Oktober 2015 weit über 200 Programmierer, Designer und Multiplikatoren in Berlin zusammengefunden, um nach dem inoffiziellen Motto „Programmieren um zu helfen“, ihr Bestes zu geben. Eine Liste der dort bearbeiteten Projekte findet ihr hier.

In der aktuellen Situation gibt es viele hilfsbereite Menschen und auch viele Projekte, die bereits angestoßen wurden. Jedoch fehlt es noch an der Vernetzung und jedes einzelne Projekt benötigt auch noch an der einen oder anderen Stelle Unterstützung. Denn eines darf man nicht unterschätzen, die beste Hilfe ist die lokale Hilfe. Die Unterbringung der Asylsuchenden findet überwiegend in den Kommunen statt. Daher ist der Refugee Hackathon im Rahmen von Offene Kommunen.NRW der richtige Weg.

Ein bisher nur unzureichend beachteter Aspekt bei den technischen Hilfsangeboten ist derzeit noch der Content. Wir müssen uns zusammen darüber Gedanken machen wie wir mit einem gezielten Crowdsourcing schnell, zielführend und maschinenlesbar diesen Content aus vielen Kommunen in Deutschland an einer Stelle gebündelt abrufbar machen können, so dass möglichst viele Hilfsprojekte davon profitieren. Vor allem müssen wir auch die Menschen/Helfer/Initiativen in die Lage versetzen, Informationen in das System einzuspeisen ohne dabei besondere technische Fähigkeiten besitzen zu müssen. Sollten wir dies erfüllen, dann können die Lösungen auch landes- oder bundesweit skalieren.

Das ist die neue Form der Daseinsvorsorge – die digitale Daseinsvorsorge. Sie entsteht aus der Gesellschaft heraus. Das bedeutet nicht, dass man den Staat und die Verwaltung aus der Pflicht nehmen soll, aber jedes Projekt aus der Zivilgesellschaft heraus sollte konstruktiv unterstützt werden. Umso erfreulicher wenn es solche Geschichten wie die des Projekts „Germany Says Welcome“ gibt. Gestartet auf einer Veranstaltung der Open Knowledge Foundation bei „Jugend hackt – West“ in Köln, fand sich nicht nur eine Gruppe junger Programmierer (alle unter 18 Jahren alt), die ausschließlich zum Thema Hilfe für Asylsuchende arbeiten wollte, sondern auch hochmotivierte Mitarbeiter der Stadt Köln, die direkt nach dem Wochenende eine informelle Arbeitsgruppe mit Vertretern aus vielen Teilen der Gesellschaft gründet haben. Wer Sie kennenlernen möchte, hat dazu beim Refugee Hackathon in Wuppertal Gelegenheit. Das ist Open Government at its best.

Dies ist aber nur ein Beispiel wie sich solche Projekte entwickeln sollten, um Selbsthilfe und Selbstorganisation zu unterstützen und neue Gestaltungsmöglichkeiten in den Kommunen zu eröffnen. Es gibt darüber hinaus auch noch viele weitere Ideen und Projekte, die es zu verfolgen und zu unterstützen gilt. Kommt zahlreich, kommt motiviert. Seid dabei, wenn die Welt sich ein kleines Stück verändert.

Der Autor Matthias Bock ist Referent der Piratenfraktion im Landtag NRW.
Bei Twitter ist er unter @MatthiasBock1 zu finden.
Mit @TomOdeb betreibt er den Blog Disruptive Politics – Politk & Digitale Revolution.

MatthiasB

Öffnet die Türen für offene Daten im Unterricht!

„Offene Verwaltungsdaten bergen prinzipiell die Chance einer neuen Bildungsgestaltung (Open Educational Resources).“ Diese These stellt das Fraunhofer Fokus Institut in einer Studie für die Stadt Köln auf, ohne allerdings eine Nachweis aufzuführen.

Die Stadt Moers ist daher im Herbst 2013 gemeinsam mit E-Government-Studenten der Hochschule Rhein-Waal und dem Moerser Gymnasium Adolfinum dazu angetreten, diese auf den ersten Blick einleuchtende These zu überprüfen. In einer der aus dem Projekt entstandenen Bachelorarbeiten hat Holger Lieske folgende Argumente von Fraunhofer Fokus einer kritischen Würdigung unterzogen:

• Der breite Themenraum offener Daten ermöglicht deren Einsatz in vielen Fächern.
• Die Quellen offener Daten sind vertrauenswürdig und somit besonders geeignet für den Unterricht an Schulen.
• Offene Daten sind im Gegensatz zu vielen Informationen in Schulbüchern aktuell.
• Offene Daten der Kommunen ermöglichen einen stärkeren lokalen Bezug der Wissensvermittlung.
• Offene Daten können interaktiv in den Unterricht eingebunden werden, was zumeist aufgrund des eher statischen Unterrichtsmaterials nicht möglich ist.

Alle Punkte spielen bei dem positiven Zwischenfazit (das Projekt geht ja noch weiter – in diesem Schuljahr u.a. erstmalig auch in zwei 7. Klassen!) eine Rolle. Allerdings muss man fairerweise sagen, dass auch ohne die Öffnung der Daten im Sinne von Open Data die genannten Vorteile greifen würden. Nehmen wir das Beispiel Haushalt: Die Haushaltspläne der Stadt Moers stehen schon seit Jahren als PDF zum Download auf der Website bereit und bieten somit aktuelle Daten mit lokalem Bezug aus einer vertrauenswürdigen Quelle.

Offene, maschinenlesbare Daten eröffnen jedoch zusätzlich das Potenzial für die Entwicklung von Anwendungen wie z.B. Offener Haushalt, die interaktiv in den Unterricht eingebunden werden können. Und hier ist in den Unterrichtsstunden in den 9., 11. und 12. Klassen am Beispiel der Haushaltsdaten und Wahldaten die Stärke offener Daten zu Tage getreten: Der Zugang zu den Informationen war über die ansprechende Visualisierung erheblich einfacher und zielgruppengerechter als über die herkömmlichen Wege. Dies hat dazu geführt, dass sich die Klassen wesentlich schneller inhaltlich mit den Fragestellungen auseinandersetzen konnten und auch mit größerem Spaß bei der Sache waren.

Damit Open Data im Bildungssektor zu einer Erfolgsstory wird, bedarf es aber noch einiger Anstrengungen. Die Größte muss– wie so oft bei neuen Themen – in den Köpfen der Beteiligten in Angriff genommen werden: In Moers haben sich trotz vielfältiger Bemühungen nur eine Schule und nur ein Lehrer bereit erklärt, das Experiment mit offenen Daten zu wagen. Die Innovationsfreude in den Schulen scheint begrenzt, das sperrige Thema Open Data viel zu weit weg vom Lehreralltag, die Bedingungen für den Einsatz von interaktiven Webanwendungen vor Ort in vielen Schulen zu bescheiden (Computerräume, WLAN etc.).

Das Projekt „Open Data und Schule“ möchte einen Beitrag dazu leisten, dass der Wert offener Daten von allen Akteuren besser erkannt wird. Hierzu wird es einerseits sehr gut vom Lehrer Thomas Nolte im Wiki der Schule laufend dokumentiert, andererseits soll ein Vorgehensmodell entwickelt werden, dass – natürlich unter einer freien Lizenz – zur Verfügung gestellt wird und eine Orientierung für Schulen und Lehrkräfte bieten soll. Wünschenswert wäre nun noch die Entwicklung weiterer Anwendungen, die offene Daten nutzen und die sinnvoll in den Unterricht eingebunden werden könnten. Dies kann man durchaus als Aufruf an die Community sehen – oder z.B. auch an Schulbuchverlage…

Autor: Claus Arndt, Leiter der Stabsstelle Zentrales E-Government, Stadt Moers, auf Twitter als @derarndt unterwegs und auch bei Google+ zu finden.

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Wie kann ein offenes Netzwerk mit Leben gefüllt werden?

Als Geschäftsstelle Open.NRW freuen wir uns auf die diesjährige Tagung Offene Kommune NRW unter dem Motto „Geht doch!“. Schon zum 5. Mal treffen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in Wuppertal zum offenen Austausch. Bereits letztes Jahr haben wir die Tagung mit den verschiedensten Teilnehmerinnen und Teilnehmern sehr begrüßt. Fasziniert waren wir vor allem, mit welchem Enthusiasmus die Teilnehmenden sich zu den übergeordneten Stichpunkten Beteiligung, Engagement, Kooperation und Transparenz austauschen. Deswegen sind wir auch dieses Jahr sehr gespannt, welche bunte Mischung uns am 14. und 15. November in Wuppertal erwartet.

In den Kleingruppen, im BarCamp-Format, hoffen wir vor allem neue Impulse für die Open.NRW Strategie zu bekommen. Hierfür wird Open.NRW Geschäftsstellenleiter Christian Dinnus eine offene Fragerunde zu Open.NRW durchführen. Sie Fragen – Wir antworten! Uns interessiert: Wo können wir mit Open.NRW hin? Welche Anregungen kann uns die Community geben? Wo besteht noch Informationsbedarf zu Open.NRW?

OpenNRW_Dinnus

Björn Fleischer wird eine Session zum Open Government-Expertennetzwerk durchführen. In der Session werden die Ergebnisse der im September stattgefundenen Online-Konsultation zum Open Government Pakt kritisch unter die Lupe genommen. Neben konkreten Zielen und Maßnahmen im Bereich Open Data und E-Partizipation ist vorgesehen, ein Open Government Expertennetzwerk für NRW zu realisieren. Den Mitgliedern des Netzwerkes soll die Zusammenarbeit und der Wissensaustauch erleichtert werden, innovative Ideen sollen einfacher geteilt werden, neue Konzepte sollen entstehen können. Uns interessiert: Wie kann ein offenes Netzwerk mit Leben gefüllt werden? Wie kann die Zusammenarbeit im Netzwerk effektiv und effizient gestaltet werden?

Durch offene Fragestellungen und den regen Austausch hoffen wir zum Gelingen der Tagung beitragen zu können. Wir freuen uns schon!

OpenNRW-Geschäftsstelle

OKNRW im Kombipack mit Wiki-Camp 2015

120604_Wiki_Logo1bAm 14./15. November 2015 findet das Wiki-Camp 2015 parallel und in enger inhaltlicher/organisatorischer Abstimmung mit dem BarCamp OKNRW statt. Die beiden Tage stellen den Raum für Gespräche, gemeinsames Lernen, kollaboratives Arbeiten und zum Kennenlernen & Vernetzen von Wiki-Begeisterten, und werden von den Teilnehmenden aktiv ausgestaltet. Die Online-Plattform [wiki-camp.de] startet damit nun auch ‚offline‘ einen realen Treffpunkt: Wiki-Camp 2015.

Das Wiki-Camp widmet sich vorrangig den sozialen und organisatorischen Aspekten der Gestaltung & Nutzung von Wikis, weil es bereits viele (Online-)Informationsplätze für technische Fragen gibt; aber ohne technische Lösungen anzusprechen, geht es natürlich auch nicht. Im Vordergrund stehen die Möglichkeiten, die sich aus der Verknüpfung bürgerschaftlichem Engagements, kommunaler Verwaltung und den Arbeitsformen in virtuellen Dörfern, den Wikis, anbieten. Beispielsweise öffnen sich Stadt- und RegioWikis neben dem enzyklopädischen Sammeln für prospektive Stadtentwicklungsplanung und vermitteln auch die Ansätze der Initiativen- und Verbandsarbeit. Insofern lassen sich die Themenkreise des BarCamps „Offene Kommunen.NRW“ produktiv durch das Wiki-Camp erweitern, und das Wiki-Camp erhält einen Themenbezug aus der (kommunalen/regionalen) Praxis.

In die Zielgruppe des Wiki-Camps gehörst du, wenn du „Wiki machst“: Du schreibst, administrierst, korrigierst, entwickelst, schaffst & bindest Medien ein, organisierst, richtest neu ein, wirbst, gärtnerst in, an, um, für oder mit einem Wiki – dann ist das Wiki-Camp die erste Anlaufstelle für dich. Egal, ob es sich dabei um ein Stadt-, Regio-, Vereins-, Verbands-, Initiativen-, Firmen-, Themen-, UserGroup- oder anderes Wiki-Projekt handelt und ganz gleich, ob es mit MediaWiki, DokuWiki, Confluence, im SharePoint Wiki oder mit sonstiger Software gebaut wird. Die meisten Wikis haben einen deutlichen oder stillen Bezug zu ihrer Region, und sei es nur, dass sie Gleichgesinnte zusammenbringen und Ideen weitertragen.

[Wiki-Camp.de], als Website und als UnKonferenz für Wiki-Begeisterte, wird organisatorisch und ideell unterstützt von der GfWM e.V., der StadtWiki-Gesellschaft zur Förderung regionalen Freien Wissens e.V., dem WupperWiki und tanneberger | mit Wissen arbeiten.

Die enge inhaltliche Verzahnung mit dem BarCamp Offene Kommunen.NRW“ sowie den Akteuren der OpenKnowledge Labs schafft einen hoffentlich besonders produktiven Link zwischen den drei Themenschwerpunkten Wikis, kommunale Strukturen & Entscheidungen und OpenData/OpenKnowledge. Denn dass sich alle drei Gruppen bereits personell überschneiden, hat die Vorbereitung gezeigt; nun sollen auch die Synergieeffekte ausgelotet und in konkreten Arbeitsschritten umgesetzt werden.

Infos zu den Rahmendaten des Wiki-Camps unter www.wiki-camp.de/wiki-camp_2015.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen zum Wiki-Camp bitte über die Anmeldeprozedur zum BarCamp OKNRW vornehmen.

Der Hashtag bei Twitter lautet #WikiCamp15 und getwittert wird unter @wikicamp_de

**cu soon!**

Feiert die Informationsfreiheit!

Heute ist der internationale Tag der Informationsfreiheit. Im Original heißt dieser Tag “Right to Know Day”. Am 28. September 2002 wurde er ins Leben gerufen. Auf dem internationalen Gipfel der Informationsfreiheitsbeauftragten in Sofia (Bulgarien) entwickelten die Verantwortlichen der Staaten Strategien zur Stärkung des Bewusstseins der Menschen für ihr Recht auf freien Zugang zu staatlichen Informationen.

Seitdem ist der Gedanke aus diesem öffentlichen Bewusstsein nicht mehr wegzudenken. Der Weg dahin war und ist aber steinig, der Weg führt oft über Umwege und Hürden der Beharrung auf verschlossene Aktenschränke, der Weg hin zu mehr Transparenz allerdings ist kaum mehr zu verlassen.

Streifzug der Begeisterung

Hier und heute daher also ein ganz kleiner Streifzug der Begeisterung, der einlädt, einfach mal reinzuklicken und zu lesen. Es ist kein Anspruch auf Vollständigkeit, das ginge auch gar nicht:

Hier findet sich grundsätzlich Lesenswertes zum Informationsfreiheitsgesetz in Deutschland auf der Seite des Bundesministerium des Innern. Natürlich haben die jeweiligen Bundesländer eigene Informationen dazu.

Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat übrigens zum heutigen Jubeltag der Informationsfreiheit eine schöne Notiz aufgesetzt, die nochmal die Historie skizziert, aktuelle Entwicklungen thematisiert und auch einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen dazu gibt. Gut gemacht!

Passend zum Internationalen Tag fordert ein Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen, u.a. die OpenKnowledgeFoundation, die Einführung von Transparenzgesetzen nach dem Vorbild von Hamburg in ganz Deutschland. Dass Hamburg hier Vorreiter geworden ist, ist übrigens eine Errungenschaft aus der bürgerschaftlichen Bewegung heraus. Der Wille zu mehr Partizipation und an erster Stelle zu einem direkten Zugang zu Informationen ist von unten gewachsen und hat politischen Druck ausgelöst, der dann real und verbrieft garantiert wurde – im Hamburger Transparenzgesetz vom 6. Oktober 2012.

Transparenz auch kommunal gefragt 

Diese Bewegung der Informationsfreiheit bleibt aber nicht nur auf dem internationalen Parkett oder der Bundes- und Landespolitik in Deutschland verortet. Sie ist auch eine kommunale Bewegung, die immer größeren Zulauf bekommt. Ein wichtiges Informationstool ist hier beispielsweise die Plattform “FragdenStaat”, auf der mittlerweile über 10.000 Behörden aus allen Bundesländern angefragt werden können. Mit dabei eben auch die kommunale Ebene. Ich selbst habe dieses Handwerkszeug der direkten Demokratie schon mehrmals ausprobiert, mit allen Weh und Achs, aber es ist sehr zielführend. Ein echter Meilenstein für Transparenz.

Besondere Bedeutung kommt auch den Open-Government-Strategien zu. Auch diese finden immer mehr Verankerung bis in die Städte und Gemeinden vor Ort. Eine empfehlenswerte Seite dazu ist die des “Government 2.0  Netzwerk Deutschland”.

Ein Aspekt des offenen Regierungshandelns ist die OpenData-Bewegung. Mit der Plattform “Code for Germany” ist es mit den kommunalen Satelliten gelungen, auch in den Städten sogenannte OKLabs zu gründen, die aus den öffentlich zugänglichen Datensätzen einen eigenen Mehrwert für das Gemeinwohl schaffen, in dem Apps zur Anwendung kommen, die das Alltagsleben digital verfügbar machen. Auf der Seite von Code for Germany finden sich zahlreichen Anwendungsbeispiele, die problemlos auch auf andere Kommunen übertragbar wären.

Auf kommunaler Ebene sind natürlich die Städte Köln, Bonn und Moers zu nennen, die mit ihren Open-Data-Plattformen die Messlatte schon sehr hoch gelegt haben und als gute Praxisbeispiele längst Sogwirkung auf andere Kommunen ausüben. In diesem Zusammenhang wird unter dem bekannten Label “Offene Kommunen NRW” auch dieses Jahr wieder die offene Informationspolitik im Land NRW Thema des Barcamps und des Hackathons sein, wie bereits verbloggt.

Haltung einnehmen: offen oder nicht?

Gute Beispiele finden sich mittlerweile in ganz Deutschland. Wie gesagt, hier kann ich nur Interesse wecken, jede Kommune ist anders. Die Frage ist aber immer die gleiche: Wie ist die Haltung der Entscheider, der Zivilgesellschaft und der Verwaltung gegenüber der Informationsfreiheit? Will ich offen sein und wenn ja, wie organisiere ich das konkret, oder will ich es nicht? Diese Frage kann also jeder selbst einmal in seiner Kommune vor Ort testen. Transparenzmessung auf einer Skala von 0 bis 10. Wo liegen Sie da? Bin sehr gespannt auf die Ergebnisse.

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Jetzt noch kommentieren: Open Government Pakt für NRW

Logo NRW

Noch wenige Tage, bis zum 20. September, 24:00 Uhr, läuft das Beteiligungsverfahren zum „Open Government Pakt NRW“. In dem vorgelegten Eckpunktepapier wird skizziert wie die Schwerpunktthemen der Open.NRW Strategie der Landesregierung (Transparenz, Teilhabe, Zusammenarbeit) mit der kommunalen Ebene verknüpft werden sollen. Das Papier wurde von einer Arbeitsgruppe aus VertreterInnen der Kommunalen Spitzenverbände, des KDN und der Landesverwaltung erarbeitet. Nach einer einfachen Registrierung kann dieser Entwurf jetzt noch öffentlich kommentiert werden.

Eine knappe, aus der Sicht von BürgerInnen bewertende Zusammenfassung des Entwurfes zeigt folgende Knackpunkte:

  • Transparenz heißt allerdings erst einmal Informationsfluss aus den Ämtern an die Bevölkerung auf entsprechenden Online-Plattformen, deren Informationspflicht und Informationsumfang nicht eindeutig festgelegt wird.
  • Teilhabe meint: Wir erfahren, welche Bürgerbeteiligungsverfahren wo stattfinden – ein Überblick, dessen Tragweite unbestimmt bleibt. Immerhin ein Ansatz, aus dem sich weitere Analysen speisen lassen und den Netzwerken der politisch/stadtentwicklerisch Interessierten Treibstoff gibt.
  • Zusammenarbeit wird vor allem als jene zwischen Landes- und Kommunalverwaltung angesehen und primär technologisch bestimmt.

Hier wird das größte Manko des Eckpunktepapiers deutlich: Es geht fast durchgängig nur um die Straffung und Koordination von EDV-gestütztem, teilweise online einsehbarem Verwaltungshandeln, Die Einbeziehung der BürgerInnen, die Verknüpfung zu anderen Themenbereichen, welche für eine Öffentlichkeitsbeteiligung Grundlagen schaffen würden (z.B. Politische Bildung, regionale Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik), sind systematisch ausgeblendet.

Bislang haben nur wenige von diesem ‚Beteiligungsverfahren‘ Gebrauch gemacht und dies zu einem gut Teil mit unspezifischen Aussagen. Bitte nehmen Sie diesen Faden schnell noch auf und schauen Sie sich das Papier an! Da es auf der Website für die Kommentierung zerstückelt wurde, haben wir daraus ein PDF gemacht, um es vorab ‚am Stück‘ schnell durchlesen zu können (Link). Nutzen Sie jetzt noch die Kommentarfunktion und helfen Sie mit, die Open Government-Kooperation zwischen Land und Kommunen in NRW produktiv zu gestalten.

Auch nach dem 20. September gilt es, das Thema weiter zu verfolgen. Schon bei der  OKNRW-Tagung 2013 wurde die Wunschliste „Was sollte NRW für Open Government in Kommunen tun?“ erarbeitet. Das jetzt vorgelegte Eckpunktepapier ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung. Es wird auch Anstoß für weitere Diskussionen sowie die Ideen- und Projektentwicklung auf der diesjährigen Tagung „Offene Kommunen.NRW – Geht doch!“ am 14. und 15. November in Wuppertal sein. Die OpenNRW-Geschäftsstelle hat bereits zugesagt, sich dort mit mehreren Workshops aktiv einzubringen.

Link zur Website  „Open Government Pakt NRW
Link zum PDF des Eckpunktepapiers in voller Länge (5 Seiten)

 

Einladung zu Offene Kommunen.NRW 2015 – Geht doch!

Bei der Praxis-Tagung Offene Kommunen.NRW geht es am 14.-15. November 2015 in Wuppertal darum, wie man in Kommunen mit Open Government und Open Data mehr Transparenz, Beteiligung, Kooperation und Engagement erreicht. „Geht doch!“ ist das diesjährige Motto. Gezeigt wird, welche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt wurden und was man vor Ort wie tun kann. Darüber hinaus ermöglicht die Veranstaltung aber auch den Austausch über neue Ideen und Perspektiven, z. B. darüber, wie die Zusammenarbeit mit dem Land NRW intensiviert, offene Prozesse produktiv gestaltet und aus Bürgern Stadtmacher werden können.

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Die Veranstaltung findet im BarCamp-Format statt, das heißt die Teilnehmer entwickeln zu Beginn der Tagung das Programm gemeinsam vor Ort. Jeder kann seine Ideen, Themen, Projekte, Erfahrungen und Fragen einbringen. Die Themen, die die Teilnehmer interessieren, werden auf die Agenda gesetzt. In den Workshop-Sessions vermehrt sich das Wissen durch Teilen ganz von selbst.

Am zweiten Tag organisieren wir gemeinsam mit dem Wuppertaler OK Lab opendatal einen Hackathon zur Entwicklung von Anwendungen für konkrete Problemlösungen vor Ort. In Fortführung der Arbeiten, die beim Refugeehackathon in Berlin und andernorts geleistet werden, wollen wir u.a. an Tools und Apps zu arbeiten, die es Flüchtlingen ermöglichen, sich nach ihrer Ankunft in Deutschland möglichst schnell selbst zu helfen, um damit Kommunen und Helfer von Routineaufgaben zu entlasten. Aber natürlich kann an diesem Tag ebenso auch an ganz anderen Projekten gearbeitet werden, die in Kommunen interessant sind.

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Eingeladen sind Bürgerinnen und Bürger, (Kommunal)Politiker, Mitarbeiter der Verwaltung, Wissenschaftler, Unternehmer, OK Labs, Datenjournalisten, Flüchtlingsinitiativen und alle mit Interesse an mehr Beteiligung, Engagement, Kooperation und Transparenz in Kommunen. Die Teilnahme ist kostenlos, aber eine Anmeldung erforderlich. Unter oknrw.de wird es neben Informationen zur Veranstaltung auch weitere Artikel und Blogbeiträge zum Thema geben.

Auf dem Planungspad können bereits im Vorfeld der Veranstaltung Ideen ausgetauscht und Programmvorschläge lanciert werden. Dort findet man auch Hinweise auf den Anfahrtsweg, Hotels, Parkplätze, Sponsoringmöglichkeiten etc.

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Einladung zu Offene Kommunen.NRW 2014 – Mehr Energie!

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat im Frühjahr 2014 die Open.NRW-Strategie beschlossen, die jetzt Schritt für Schritt in die Praxis umgesetzt werden soll. Kommunen sind der Ort wo Politik und Realität für die Bürgerinnen und Bürger am unmittelbarsten aufeinander treffen. Vor allem hier muss die Öffnung von Politik und Verwaltung ihre Wirkung entfalten und die kommunale Demokratie stärken. Bereits bei der letztjährigen Tagung haben wir deshalb konkrete Vorschläge und Anregungen entwickelt, um Open Government und Open Data auch in den Kommunen stärker voranzutreiben

Am 08. November 2014 veranstalten wir nun zum vierten Mal die Tagung Offene Kommunen.NRW in Wuppertal. Hierzu laden wir Sie herzlich ein. Wie immer geht es um Theorie und Praxis von Open Government und Open Data in Kommunen, diesmal jedoch mit dem Schwerpunktthema „Energie“. Weiterlesen

Blogbeiträge zu Offene Kommunen.NRW 2013

Bürger besser informieren!

Thorsten Sterk von Mehr Demokratie e.V. schreibt auf NRW blickt durch:
Nordrhein-Westfalen braucht ein Transparenzgesetz, das Kommunen verpflichtet, kommunale Informationsfreiheitssatzungen nach bestimmten Rahmenvorgaben zu erarbeiten. Das ist eine der Forderungen, die die Teilnehmer des Barcamps „Offene Kommunen.NRW“ am 9. November in Wuppertal erarbeitet haben. Weiterlesen