Interkommnunales Politik-Transparenz-Portal

Wir sind immer auf der Suche nach guten Beispielen, wie Open Government im Alltag der Kommunen und Menschen verankert werden kann. In Frechen im KDVZ Rhein-Erft-Rur werden wir fündig. Hier gibt es eines der Modellprojekte, welches im Rahmen der Modellkommunen in NRW getestet wird.

Transparenz-Portal für Gremiendaten nach OParl-Standard

Die Kommunale Datenverarbeitungszentrale (KDVZ) Rhein-Erft-Rur plant die Schaffung eines interkommunalen Politik-Transparenz-Portals sowie die Veröffentlichung der Daten über kommunale Open-Data-Portale. Hierbei soll der ehrenamtlich entwickelte Standard OParl genutzt werden. Die Veröffentlichung aller Daten soll zudem automatisiert auf dem offenen Ratsinformationssystem „Politik bei uns 2“ über eine Programmierschnittstelle, kurz API, erfolgen. Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Seite des KDVZ 

Für uns war das Anlasse, einmal konkreter nachzufragen: 

Geantwortet hat Karl-Matthias Pick @KalliPick von „Kommunale Datenverarbeitungszentrale Rhein-Erft-Rur“ in Frechen: 

Open Government wird real

 

Frage 1: Was ist Ihr zentrales Projekt als Modellkommune? Können Sie das kurz beschreiben?

Unser Projekt beinhaltet die Pilotierung der ersten rein auf private Ebene entstandenen Schnittstelle  OPARL  im Bereich des Sitzungsdienstes über Politik bei uns 2 mit insgesamt 24 Kommunen und 2 Softwareherstellern.

Ausführlicher gibt es hierzu Infos über oknrw.de oder http://www.kdvz-frechen.de/aktuelles/projekte/pilotprojekt.php

Wir versprechen uns gerade über ein Projekt, welches für Verwaltung, Politik, Bürger und Presse interessant ist, eine größere Aufmerksamkeit für OpenGovernement und in dem Fall speziell für das Thema OpenData.

 

Frage 2: Was ist Ihr Beweggrund, sich Open Data zu widmen? 

Unser Beweggrund…… eine gute Frage.

Die kdvz Rhein-Erft-Rur aus Frechen ist ein kommunales Rechenzentrum, damit historisch eher Softwarelieferant und Hoster für unsere Verbandsmitglieder.

Bei OpenGovernment denkt man nicht zuerst an kommunale Rechenzentren als Treiber oder auch nur als Akteur.

In den letzten Jahren habe ich immer wieder festgestellt, dass Themen rund um OpenGovernment von Piloten getrieben werden, es Leuchtturmprojekte gibt und sich viele Akteure auf wenige und meistens größere Kommunen konzentrieren.

Unsere Verbandsmitglieder können mit Einwohnerzahlen von unter 10.000 bis maximal 60.000 Einwohner aufwarten.

Hier ist OpenGovernment oft nur eines von vielen Themen, nicht mal unter den Top 10 und weder in Politik noch in der Verwaltung gibt es großes Engagement.

Oft hört und liest man, man darf den ländlichen Raum nicht vergessen, man sollte, am besten wäre…

Wir haben uns über unsere Mitglieder den Auftrag geben lassen, einfach mal (wenn auch in geringem Umfang) zu machen.

So ist die Idee eines gemeinsamen OpenData Portal und auch die Idee zu diesem Projekt entstanden.

 

Frage 3: Was wünschen Sie sich am Ende dieser ersten Etappe der Umsetzung der Modellphase zu Open Government?

Wir wünschen uns einen erfolgreichen Abschluss des Projekts und viele, die sich anschließen. Gerne geben wir unsere Erkenntnisse weiter und unterstützen auch andere Verwaltungen bei der Bereitstellung der Daten.

Daneben hoffen wir auf ein klein wenig Interesse für die Idee hinter unserem Engagement und dass wir ein kleines bisschen zum Nachdenken anregen, wie auch Verwaltungen im ländlichen Raum auf dem Weg zu OpenGovernment geholfen werden kann.

 

Vielen Dank für die Antworten – wir freuen uns auf den fortgesetzten Austausch dazu beim Barcamp im November in Wuppertal mit dem Thema „Wie wird die City smart?“. #OffeneKommunenNRW

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